Weitere Details zum 3DS von Nintendo aufgetaucht

26. März 2010 – 07:29

Laut Golem.de ist auf der Webseite der japanischen Zeitung Asahi.com ein Bericht aufgetaucht, welcher weitere Details zum Nintendo 3DS enthüllt. Die sonst immer recht gut informierte Zeitschrift berichtet unter anderem, dass der neue Handheld mittels Parallax Barrier, also mit einer Filtermaske vor einem LCD-Fernseher (siehe unser Artikel über autostereoskopische Displays) den 3D-Effekt darstellen will. Somit würde sich meine Vermutung bestätigen, dass es sich um echtes 3D handelt, und nicht wie von vielen Webseiten und Blogs vermutet nur eine Simulation mittels Headtracking per Kamera.
Weiterhin soll der 3D-Handheld einen Minijoystick sowie Bewegungssteuerung haben – Bilder gibt es leider keine – wir müssen also weiter auf die e3 im Juni warten. Natürlich wird auch der Rest der Hardware verbessert: die Größe der Displays soll sich zwischen DSi und DSi XL bewegen, die Netzwerkfunktionen wurden ausgebaut und die Akkulaufzeit soll bedeutend verlängert worden sein. Hoffen wir mal, dass Nintendo einen würdigen Nachfolger des DS produziert, die Eckdaten hören sich ja schonmal ganz toll an.

Was ist ein autostereoskopisches Display?

26. März 2010 – 07:19

In unserem heutigen FAQ-Artikel möchte ich euch ohne Fachchinesisch erklären, was ein autostereoskopisches Display ist, für was es verwendet wird und wo man sowas finden kann. Bisher dachte ich immer “3D-Monitor” ist die übliche Bezeichnung für einen Monitor mit autostereoskopischer Technik, die Industrie hat mir dann aber beigebracht, dass es sich dabei “lediglich” um Monitore handelt, welche mit 120 Hz in der Lage sind, pro Sekunde 60 Einzelbilder für jedes Auge zu projezieren und somit ein flimmerfreies 3D-Erlebnis mittels Shutterbrille zustande bringen.
Nach meinem Besuch auf der Cebit 2004 und 2005 war ich davon überzeugt, dass es nicht mehr lange dauern sollte, bis 3D-Fernsehn und -Videospiele in echtem 3D ohne Brille über die Monitore flimmern. Denn schon damals gab es über das Prototypenstadium hinausentwickelte autostereoskopische Full-HD Bildschirme.

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Nintendo 3DS angekündigt

23. März 2010 – 18:15

Nintendo hat heute den Nachfolger des Nintendo DS vorgestellt. Sein vorläufiger Name: 3DS. Schon seit Wochen gibt es Gerüchte und teilweise durchgesickerte Informationen zu dem Handheld, welcher auf der E3 in Los Angeles vom 15. bis 17. Juni 2010 vorgestellt werden soll.
Der 3DS soll demnach eine Leistung haben, die in etwa der des Gamecubes entspricht. Somit lässt sich in Zukunft auch auf 3D-Spiele mit guter Qualität auf einem Nintendo-Handheld hoffen. Und da sind wir auch schon beim Punkt: Wie der Name schon erahnen lässt steht die drei im Namen für “dritte Dimension”. Es wird also auf irgendeine Art möglich sein, über die Bildschirme “echtes” 3D wiederzugeben. Wie dies im einzelnen vonstatten gehen soll, verät Nintendo in der Pressemitteilung leider nicht. Bekannt ist nur, dass alles ohne 3D-Brille ablaufen soll!
Viele Online-Magazine und Blogs gehen davon aus, dass eine Kamera für Headtracking verwendet wird, ähnlich der Technologie des DSi-Spieles “3D Hidden Picture”.

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Naturvideo von Ungarn in 3D

18. März 2010 – 07:27

Auf 3dvision-blog.com bin ich auf ein cooles 3D-Video von Ungarn gestoßen. Gezeigt wird vor allem viel Natur. Zum Abspielen wird ein 3D-fähiger Video-Player wie z.B. der 3d-Vision Player von NVIDIA benötigt.

Der Aufwand lohnt sich allerdings, denn das stereoskopische Video bringt die Natur wie selten zuvor in 3D auf den Monitor. Die Videodatei (138 MB) liegt auf ein paar Mirrors zum Download bereit:

via 3dvision-blog.com

Universelle 3D-Brille von XpanD

18. März 2010 – 07:16

Der Weltmarktführer für Shutterbrillen (unter anderem bekannt für sein Verfahren XpanD 3D in Kinos) bringt jetzt universelle Brillen für 3D-Fernsehn und -Videospiele auf den Markt. Die Shutterbrillen werden in verschiedenen Farben verfügbar sein.


XpanD will damit den herstellerabhängigen 3D-Brillen gegenübertreten. So sollen die 3D-Brillen von XpanD mit allen Fernsehern, die das Label “3D ready” tragen, funktionieren.
Die XpanD-X103-Home-Gläser wechseln wie auch andere Shutterbrillen mittels Flüssigkristallen zwischen durchsichtbar und unsichtbar – das ganze mit 120Hz, also 60 Bildern für jedes Auge pro Sekunde. So wird meist nur noch ein geringes oder garkein Flimmern mehr wahrgenommen. Voraussetzung ist ein Fernseher der ebenfalls 120Hz ausliefert und im Wechsel die Bilder für das linke und das rechte Auge darstellt. XpanD nennt seine Technik “Pi-cell”, die Synchronisation der XpanD 103 mit der Bildquelle erfolgt über Infrarotsignale.
Neben dem Heimgebrauch soll die Brille sich auch fürs Kino eignen, mittels Cinema IR bietet das Unternehmen bereits ein Verfahren für die Synchronisation in Kinos für 3D-Filme an.
Zumindest in den USA wird die Brille für etwa 150 US-Dollar am 1. Juni im Online-Shop zu kaufen sein. Wann und ob die Brille auch den europäischen Markt erobern wird ist noch offen, sollte allerdings kein Problem darstellen.
Jetzt bleibt noch abzuwarten ob sich XpanD durchsetzen kann. Die Erfahrung ist ja gegeben und Vorteile hat es sowohl für Kunden als auch für Gerätehersteller. Diese können sich nämlich darauf verlassen, dass für ihre Hardware Zubehörteile zur Verfügung stehen und dem Kunden die Kaufentscheidung somit erleichtern – sollte der 3D-Fernseher ausgetauscht werden will man ja nicht gleich immer eine neue 3D-Brille für jedes Familienmitglied kaufen, weil die alte nicht mehr mit dem neuen Display funktioniert.

Heimkino kommt in die Gänge

11. März 2010 – 06:23

Wie Heise.de in einem guten Artikel berichtet, kommen so langsam 3D-Heimkinogeräte in die Gänge.
Samsung bringt mit der HT-C6930W eine Heimkinoanlage auf den Markt, welche wohl alle Bedürfnisse von Hobbycineasten befriedigen sollte.
Samsung HT-C6930WNeben 3D Blu-ray Discs und normalen Blu-ray-Medien spielt die Anlage selbstverständlich auch DVDs ab und gibt das Bild per HDMI an den Fernseher weiter, der Ton wird mittels digitalem Signalprozessor und Decoder für Dolby Pro Logic II / IIx / IIz, Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS und DTS-HD Master Audio kraftvoll an die Boxen gepumpt. Weitere Features sind Anbindung per Ethernet und WLAN ins Internet, BD-Live, Anschlussmöglichkeiten für externe USB-Geräte uvm. Intern bietet das Gerät 1 GB Flashspeicher und soll laut Samsung eine Gesamtleistung von 1330 W erreichen.

Neben Samsung traut sich auch LG ins 3D-Rennen und bringt mit dem 3D-fähigen Blu-ray-Player BX580 ein richtiges Kraftpaket zur Filmwiedergabe auf den Markt. Einmalig zurzeit dürfte die Möglichkeit sein, stereoskopische 3D-Videobilder gemäß der Spezifikation im Frame-Packing-Verfahren (praktisch Mega-Frames mit dem Bild für das linke und das rechte Auge) auszugeben. Dafür wird auf HDMI 1.4 gesetzt, was seinerzeit leider noch etwas voraus ist. So sind viele Geräte nur mit HDMI 1.3 ausgestattet und können nichts mit dem neuen Bildmaterial anfangen.
Auch Onkyo will laut Heise mit A/V-Recievern der mittleren Preisklasse (300-550 Euro) Kunden gewinnen. Mit dem Modell TX-SR608 in der Topausstattung werden 3D-Inhalte mittels HDMI 1.4 weitergeleitet, für Leute, welche die Anlage an ihren PC anschließen wollen steht ein RGB/PC-Videoeingang zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen normalen VGA-Eingang, mit welchem das Bild zum Ausgabegerät weitergeleitet werden kann.

Eine gute Übersicht über die verschiedenen HDMI-Versionen gibts übrigens bei Wikipedia. Ich werde das aber auch nochmal in einem eigenen Artikel näher aufgreifen.

Was gibt es für 3D-Techniken?

7. März 2010 – 09:15

In diesem Artikel möchte ich euch kurz die Möglichkeiten vorstellen, um 3D-Bilder und -Filme zu erleben. Die einzelnen Themen werde ich dann in seperaten Artikeln weiter ausführen und ergänzen, damit ihr euch über die Details informieren könnt.
3D-Technik gibt es nicht erst seit dem Hype um 3D-Brillen und 120Hz-Fernseher, auch früher gab es schon zahlreiche Möglichkeiten, Bilder räumlich darzustellen. Bereits 1895 gab es erste Experimente in dem Kurz-Film “L’arrivée d’un train à La Ciotat” mit 3D. Lange vergessen kam dann 27 Jahre später der erste (Stumm-)Film (The Power Of Love) mit Rot-Grün-Verfahren auf. Bis heute hat sich bei den Verfahren einiges getan, das Prinzip ist jedoch stets das gleiche geblieben: Linkes und rechtes Auge nehmen ein Bild leicht versetzt wahr, das Gehirn “errechnet” daraus dann ein dreidimensionales Bild wie wir es kennen.
Was in der Natur prima funktioniert, ist auf einem flachen Blatt Papier oder auf einem Film schwer nachzubilden. Daher bedient man sich ein paar optischen und technischen Tricks, um das Gehirn auszutricken oder jedem Auge sein entsprechend versetztes Bild zukommen zu lassen.

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Acer S5200 – 3D-Projektor

7. März 2010 – 06:05

Acer S5200

Der taiwanesische Hersteller Acer prescht in den 3D-Markt vor. Mit dem neuen Projektor Acer S5200 für umgerechnet 749 Euro (1019 USD) kommt das Gerät demnächst auf den deutschen Markt, in Großbritanien ist der Beamer bereits erhältlich.
Bei dem Gerät handelt es sich um einen DLP-Projektor mit 120 Hz Technologie, um Videos, Bilder und Filme mittels 3D-Brille räumlich ansehen zu können. Angeschlossen wird der Projektor dabei mittels HDMI oder D-Sub an einen PC, welcher ein entsprechendes 3D-Bild liefern kann. Die Auflösung beträgt dabei 1024×768 Pixel und zeigt damit eindeutig auf, dass das Gerät für Heimkino nur begrenzt tauglich ist und daher eher in Klassenzimmern und Konferenzräumen eher seinen Platz finden wird.
Das 3,5 kg schwere Teil bringt sein Bild mittels 210W-Birne an die Wand, welche eine Lebensdauer von 3000 Stunden (bzw. 4000 Stunden im Eco Modus) erreichen soll. Die maximale Bildgröße liegt bei 81cm Bilddiagonale, welche aus nächster Entfernung zur Leinwand projeziert werden soll. Zusätzlich bietet der Projektor zwar keinen automatischen Focus und keinen Zoom, überzeugt aber durch 3000 Ansi-Lumen und einem Kontrastverhältnis von 2500:1. Um sofort loslegen zu können befinden sich im Lieferumfang noch ein paar 3D Brillen. Und Ton gibts natürlich auch noch: 2x5W-Lautsprecher sind in dem Beamer eingebaut, was allerdings eher für das schnelle Präsentieren als für Filmgenuss ausreichen dürfte.

Der Schatten der Gerechtigkeit 3D

5. März 2010 – 20:46

Um den Content hier auch mal etwas aufzulockern poste ich hier jetzt einfach mal den im Titel genannten 3D-Film. Es handelt sich dabei um einen Amateur-Film, welcher allerdings eine durchaus beachtliche Qualität vorzuweisen hat, vor allem der 3D-Effekt kann sich durchaus sehen lassen (und meiner Meinung nach mit so mancher professionellen Produktion messen).
Um den Film in 3D genießen zu können, müsst ihr in euch allerdings direkt auf der Youtube-Seite angucken, da man nur dort die entsprechenden Einstellungen vornehmen kann (Parallel/Crosseye, Farbfilterbrille, etc.), dazu werde ich allerdings demnächst noch einen extra Artikel schreiben.
Viel Spaß!


(DYT gerechtigkeit)

2D-Videos in 3D

4. März 2010 – 15:29

Wer bereits ein 3D-fähiges Display sein Eigen nennt, dem sei die Lektüre dieses Beitrags des 3D-Vision Blogs empfohlen. Dort wird ein Avisynth-Skript vorgestellt, welches sich einiger Tricks bedient, um aus zweidimensionalem Material 3D-Material zu berechnen. Dies funktioniert selbstverständlich nicht perfekt, das Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen. Um die notwendigen Berechnungen in Echtzeit durchzuführen, braucht der PC allerdings ein wenig Rechenpower. Eine Zweikern-CPU sollte man schon sein Eigentum nennen, bei hochauflösenden Videos ab 720p reicht das aber auch schon nicht mehr.
Wer des Englischen nicht mächtig ist, oder weitere Hintergrund-Informationen wünscht, dem sei die Lektüre der aktuellen Ausgabe der c’t (#6, vom 1.3.10) ans Herz gelegt. Dort werden die dem Skript zugrunde liegenden Tricks und Techniken genauer erklärt, sowie eine etwas einfachere Version des Skripts selbst vorgestellt.